Das lernst du in einem Geburtsvorbereitungskurs

Von A wie Atemtechnik bis Z wie Zwillingsgeburt: Hier erfährst du, welche Inhalte die Hebammen den werdenden Müttern und Vätern in den Kursen zur Geburtsvorbereitung vermitteln.

Ein Tipp vorab: Frühzeitig anmelden!

Überlege dir am besten frühzeitig, welchen Kurs du machen möchtest und melde dich und gegebenenfalls deinen Partner beizeiten an. So könnt ihr sichergehen, dass ihr einen Platz in dem Angebot bekommt, das euch am meisten zusagt. Je nach Nachfrage und Verfügbarkeit sind Geburtsvorbereitungskurse oft schnell ausgebucht.

Theorie und Praxis: Inhalte eines Geburtsvorbereitungskurses

Schwanger! Jetzt ist die Vorfreude groß, aber auch die Liste der Unsicherheiten ist lang. Du hast du so viele Fragen, dass du gar nicht weißt, wo du anfangen sollst? Einen Geburtsvorbereitungskurs machst du zwar wahrscheinlich erst ab der 25. Schwangerschaftswoche (SSW), aber du kannst dir bereits vorher sicher sein, dass hier viele deiner Fragen besprochen und Unsicherheiten beseitigt werden.

Ein Geburtsvorbereitungskurs wird meist von einer Hebamme geleitet. Er begleitet dich durch die letzten Wochen vor der Geburt und bereitet dich mit theoretischem Wissen sowie praktischen Übungen für Körper und Geist auf alle Geburtsphasen sowie auf die Zeit kurz nach der Geburt vor. In der Regel besteht ein gut strukturierter Kurs zur Geburtsvorbereitung aus folgenden Inhalten:

Atemübungen

In einem Geburtsvorbereitungskurs lernst du als werdende Mama, während der Wehen richtig zu atmen. Die speziellen Techniken stellen sicher, dass du deine Energie während der Geburt richtig einsetzt.

Außerdem sorgen sie dafür, dass dein Baby ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Die erlernten Atemtechniken erleichtern dir die Geburt und können deine Schmerzen lindern. Dein Partner wird, sofern er anwesend ist, ebenfalls über die Techniken informiert und ihr übt gemeinsam, damit er dich während der Geburt dementsprechend unterstützen kann.

Entspannungstechniken

Entspannungsübungen, die dir beigebracht werden, stärken und verbessern dein Körpergefühl. Du kannst mithilfe dieser Techniken die Entspannung aktiv steuern, auch in kurzen Wehenpausen etwas mehr Linderung herbeiführen und neue Kraft schöpfen. Es lohnt sich, diese Übungen auch vor der Geburt schon zuhause zu machen; so gewöhnst du dich und dein Baby noch besser daran und bekommst schneller Zugang zur Entspannung.

Geburtspositionen

Ihr werdet auch über verschiedene Körperhaltungen sprechen, die man vor und während der Geburt einnehmen kann. Die Hebamme erklärt, was es bei jeder Haltung zu beachten gibt und ihr übt die Positionen ein. Während der Geburt entscheidest du intuitiv, welche Haltung dir gerade guttut. Dann ist es hilfreich, verschiedene Optionen zu kennen.

Aktive Übungen für zuhause

Durch spezielle Fitness- und Trainingsübungen kannst du die in der Schwangerschaft beanspruchten Körperpartien besonders kräftigen. Vor allem Rücken und Beckenboden werden dadurch beweglich gehalten. Alle Übungen kommen deinem Körper auch während der Geburt zur Hilfe. Ganz ohne Disziplin funktioniert diese Art der Geburtsvorbereitung allerdings nicht.

Übungen, die dir hier beigebracht werden, solltest du als Schwangere regelmäßig selbstständig zuhause durchführen. Zusätzlich kannst du natürlich auch weitere Kurse wie spezielles Prä-Natal-Yoga oder Aqua-Fitness für Schwangere besuchen.

Generelle Informationen zum Ablauf der Geburt

Im Geburtsvorbereitungskurs erfährst du, wie eine Geburt prinzipiell abläuft. Jede Geburt ist natürlich einzigartig – grundsätzlich gibt es trotzdem einige allgemeingültige Dinge, die man wissen sollte.

Diese hilfreichen Informationen werden dir als werdende Mutter viele Unsicherheiten nehmen. Wer gut informiert ist, hat nicht nur weniger Angst, sondern meistens auch weniger Schmerzen.

Wissenswertes über Wochenbett und Stillzeit

Als Paar lernt ihr im Kurs, worauf ihr euch in der Zeit nach der Geburt einstellen müsst. Auch über mögliche Probleme wird die Hebamme ganz offen sprechen. Nicht selten leiden junge Mütter beispielsweise am sogenannten "Baby Blues", einem Stimmungstief, das nach der Geburt auftreten und mit Schlafstörungen, Traurigkeit, Reizbarkeit, häufigem Weinen, Konzentrationsschwierigkeiten und großer Angst und Sorge um das Kind einhergehen und einige Tage oder Wochen anhalten kann. Warum das so ist und wie der Partner unterstützen kann ist hier ein wichtiges Thema.

Auch das Stillen wird nicht immer nur leicht gehen: Obwohl es die natürlichste Sache der Welt ist, ist der Anfang einer Stillbeziehung für viele Mütter zunächst etwas holprig. Im Geburtsvorbereitungskurs erfährst du, wie du möglichen Problemen in der Stillbeziehung am besten begegnest. Viele Frauen setzen sich nach der Geburt des Kindes unter Druck und wollen alles "richtig" machen, was meistens in Stress und Frustration resultiert. Im Kurs werdet ihr als Eltern sensibilisiert, diese Zeichen zu erkennen und dazu ermutigt, loszulassen. Dann wird sich auch euer Kind mit großer Wahrscheinlichkeit entspannen.

Säuglingspflege

Die wichtigsten Basics zur Säuglingspflege dürfen natürlich nicht fehlen. Ihr übt gemeinsam, wie man ein Neugeborenes wickelt; ihr besprecht, was man beim Tragen und Halten beachten sollte und wie sich bestimmtes Verhalten deuten lässt.

Die Rolle des Partners/der Partnerin

Der Vater oder die zweite Mutter ist bei der Geburt dazu da, dich zu unterstützen, in allem, was du brauchst. Es kann sein, dass du in den Wehen liegend oder beim Gebären ganz andere Sachen brauchst, als du bis dato dachtest. Deshalb ist es dann extrem wichtig, dass du ganz klar kommunizierst, was dir jetzt guttut und was nicht. Im Geburtsvorbereitungskurs wird dein Partner genau wie du Fragen stellen können und seinen Teil für die Atem- und Entspannungsübungen lernen und einüben.

In vielen Kursen sind spezielle Termine festgelegt, an denen die Partner dazukommen können; manche Kurse sind auch immer offen für Paare. Seid ihr beide bei der IKK BB versichert? Großartig, denn dann übernehmen wir nicht nur die Kosten für deine Teilnahme am Kurs, sondern auch die für deinen Partner.

Infos bei "Risikoschwangerschaften"

Du erwartest Mehrlinge, hast einen geplanten Kaiserschnitt oder wirst in einem Alter über 35 Mutter? Es gibt mehrere Kriterien, nach denen eine Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft wird. Darüber informiert dich dein Arzt/deine Ärztin natürlich ausführlich. Aber auch im Geburtsvorbereitungskurs kannst du dazu Fragen stellen. Es gibt auch spezielle Kurse in solchen Fällen, beispielsweise für zukünftige Eltern von Mehrlingen.

Was muss ich mitbringen?

Damit du entspannt in den Kurs starten kannst, hier eine kleine Pack-Liste für alle, die zum ersten Mal zum Geburtsvorbereitungskurs gehen:

Was ziehe ich zum Kurs an?

Hauptsache bequem! Ihr werdet im Kurs auch in Bewegung kommen und Übungen machen, deshalb trage Kleidung, in der du Bewegungsfreiheit hast und dich wohl fühlst: Zum Beispiel Yogakleidung oder eine Jogginghose und T-Shirt und ein bequemer Pulli. Nimm dir auch ein paar warme Socken mit.

Woher weiß ich, ob ich in einem guten Kurs bin?

Zunächst einmal ist wichtig, dass du ein positives Gefühl im Umgang mit der Kursleitung hast. Die Chemie muss stimmen. Desweiteren frage dich:

Wenn du diese Fragen mit "ja" beantworten kannst, dann bist du sicher in guten Händen. Wenn du dich jedoch einfach unwohl fühlst, dann hör auf dein Gefühl und überlege, ob du eventuell noch wechseln möchtest. Eine Geburt erlebt man schließlich nicht alle Tage und möchte dementsprechend guter Dinge und gut vorbereitet sein.

Wo finde ich einen Geburtsvorbereitungskurs in Berlin oder Brandenburg?

Hier erfährst du mehr dazu.

Crash-Kurs oder wöchentlich: Was ist sinnvoller?

Das hängt ganz von deinen persönlichen Voraussetzungen ab. Ist dein Partner zum Beispiel terminlich unter der Woche eingebunden, dann ist ein Wochenendkurs sinnvoller, um ihn dabei zu haben. Lernst du lieber langsam und in kleinen Portionen oder alles auf einmal ganz intensiv? Schließlich ist auch eine Frage, wie wichtig dir der regelmäßige Austausch mit anderen Schwangeren sowie der Kursleitung ist.

Vielleicht hast du schon viele Mamas im Freundeskreis und hast deshalb nicht das Bedürfnis, neue Leute kennenzulernen, die in einer ähnlichen Situation sind. Besuchst du den Kurs über mehrere Wochen, ist die Chance jedenfalls größer, längerfristige Bekanntschaften und Freundschaften mit anderen jungen Eltern zu schließen.

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